ETF-Rechner für Einmal-Anlage und Sparplan, mit TER-ehrlicher Rechnung
Rechne Einmal-Anlage und ETF-Sparplan in einem Tool. Mit ehrlicher TER-Wirkung in Euro und optionaler Vorabpauschale-Steuer für deutsche Anleger.
Ein ETF-Rechner beantwortet zwei Fragen auf einmal: wie viel dein Geld über die Jahre wächst, und was davon nach Kosten und Steuer übrig bleibt. Du wählst Einmal-Anlage oder Sparplan, gibst Betrag, Dauer und erwartete Rendite ein und siehst den Endwert sofort, aufgeschlüsselt in Einzahlungen, Wertzuwachs, Kosten und Steuer.
Du legst einen Betrag einmal an und lässt ihn über die Jahre wachsen.
Vergangenheitsrenditen sind keine Garantie.
Was die TER wirklich kostet
Bei 0,75 % statt 0,20 % TER fehlen dir nach 20 Jahren rund 4.044 €.
Kosten: vorher und nachher
Steuermodus ist aus. Schalte ihn oben ein, um die geschätzte Vorabpauschale zu sehen.
Rechtshinweis: keine Rechts- oder Steuerberatung
Dieser Rechner liefert eine vereinfachte Hochrechnung, keine Anlage- oder Steuerberatung. Die Annahmen (gleichbleibende Rendite, jährliche TER-Belastung, vereinfachte Vorabpauschale ohne Kirchensteuer und ohne Sparerpauschbetrag) bilden die Wirklichkeit nur grob ab. Echte Märkte schwanken, Renditen sind nie garantiert. Frag bei konkreten Entscheidungen eine Steuerberatung oder unabhängige Honorarberatung.
Wie berechne ich den Endwert eines ETF-Sparplans?
Der Endwert eines Sparplans ergibt sich aus deinen monatlichen Raten plus dem Zinseszins darauf. Der Rechner verzinst jede Rate monatlich zum erwarteten Satz geteilt durch zwölf und summiert über die Laufzeit. Ein optionales Startkapital wächst parallel mit.
Ein Beispiel: 100 Euro pro Monat über 20 Jahre ergeben 24.000 Euro reine Einzahlungen, bei 7 Prozent Rendite kommt der Rest als Wertzuwachs obendrauf. Hast du zusätzlich ein Startkapital eingetragen, zählt das mit. Die Aufteilung siehst du im gestapelten Balkendiagramm:
- Einzahlungen sind das Geld, das du selbst überweist.
- Wertzuwachs ist das, was der Markt darüber hinaus erwirtschaftet.
- Kosten ist die Summe, die die TER über die Jahre abzieht.
- Steuer erscheint nur, wenn du den Steuermodus einschaltest.
Verschiebst du einen Regler, rechnet das Diagramm in Echtzeit nach. So siehst du direkt, wie stark eine höhere Rate oder ein längerer Anlagehorizont den Endwert hebt.
Was ist der Unterschied zwischen Einmal-Anlage und Sparplan?
Bei der Einmal-Anlage legst du einen Betrag einmal an und lässt ihn wachsen. Beim Sparplan zahlst du Monat für Monat eine feste Rate ein, optional zusätzlich ein Startkapital. Beide Modi teilen sich eine URL, du wechselst oben mit einem Klick.
Der praktische Unterschied liegt im Timing. Eine Einmal-Anlage ist von Tag eins voll im Markt, das ganze Geld arbeitet sofort. Ein Sparplan steigt schrittweise ein und glättet so den Einstiegszeitpunkt, das nennt sich Cost-Average-Effekt. Historisch lag die Einmal-Anlage über lange Zeiträume meist vorn, weil das Geld früher investiert ist. Wer keinen großen Betrag auf einmal hat, baut mit dem Sparplan trotzdem planbar Vermögen auf. Den Link zu deiner Konfiguration kannst du speichern und teilen, ganz ohne Anmeldung.
Wie wirkt sich die TER auf die langfristige Rendite aus?
Die TER (Gesamtkostenquote) ist die jährliche Gebühr des Fonds, gerechnet auf dein komplettes Guthaben, nicht nur auf die neuen Einzahlungen. Genau das macht sie über lange Zeiträume teurer, als die kleine Prozentzahl wirkt.
Hier siehst du das ehrlich: deine aktuelle TER läuft gegen eine Referenz von 0,75 Prozent, und die Differenz erscheint als Euro-Betrag, nicht als Basispunkte. Bei günstigen Welt-ETFs liegt die TER oft um 0,20 Prozent, teurere Produkte verlangen das Drei- bis Vierfache. Über 20 oder 30 Jahre summiert sich dieser Unterschied auf einen spürbaren vierstelligen Betrag, der am Ende fehlt.
| Was du siehst | Wofür es steht |
|---|---|
| Kosten-Karte "Ohne Kosten" | Endwert auf einer gedachten Linie ganz ohne TER |
| Kosten-Karte "Nach TER" | Endwert nach Abzug deiner eingestellten TER |
| TER-Hinweis in Euro | Was eine höhere TER dich über die Laufzeit kostet |
Kurz gesagt: 0,55 Prozentpunkte klingen nach nichts, gerechnet auf Jahrzehnte sind sie es nicht.
Was ist die Vorabpauschale, und wie wird sie berechnet?
Die Vorabpauschale ist eine jährliche Vorab-Steuer, die vor allem thesaurierende Fonds trifft. Sie verhindert, dass der Fiskus bis zum Verkauf leer ausgeht, wenn ein Fonds Erträge nicht ausschüttet, sondern wieder anlegt. Ausschüttende Fonds können sie ebenfalls auslösen, falls die Ausschüttung unter dem Basisertrag bleibt. Schalte den Steuermodus ein, und du bekommst sie Jahr für Jahr geschätzt mit dazu. Geschätzt wird dabei der thesaurierende Fall ohne Ausschüttung, die Wahl thesaurierend oder ausschüttend oben ändert die Hochrechnung nicht.
So läuft die Rechnung im Tool ab:
- Basisertrag: Basiszins mal 70 Prozent des Fondswerts zu Jahresbeginn. Den Basiszins legt das Bundesfinanzministerium (BMF) jährlich fest, im Tool ist er ein Eingabefeld, das du auf den aktuellen Wert prüfen solltest.
- Deckel: Die Vorabpauschale wird auf den tatsächlichen Jahresgewinn begrenzt. In einem Verlustjahr ist sie null.
- Teilfreistellung: Ein Teil bleibt steuerfrei, je nach Fondsart. Aktienfonds (Aktienquote ab 51 Prozent) bekommen 30 Prozent, Mischfonds 15 Prozent, Immobilienfonds 60 Prozent.
- Steuersatz: Auf den steuerpflichtigen Rest fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag an, zusammen rund 26,4 Prozent.
Das Modell ist bewusst vereinfacht: Kirchensteuer und Sparerpauschbetrag bleiben außen vor. Es ersetzt keine Steuerberatung, macht aber sichtbar, was die meisten Rechner ganz weglassen.
Welche Annahmen stecken in diesem Rechner?
Jede Hochrechnung ist nur so gut wie ihre Annahmen, und dieser Rechner legt seine offen. Die wichtigste: Er rechnet mit einer gleichbleibenden Jahresrendite. Echte Märkte schwanken, eine durchschnittliche Rendite nähert das Endergebnis an, bildet aber keinen einzelnen Verlauf ab.
Was bewusst nicht drinsteckt:
- Keine Inflation. Die Zahlen sind nominal, nicht in heutiger Kaufkraft.
- Kein Reihenfolge-Risiko. Ob gute Jahre früh oder spät kommen, ändert bei der Auszahlung viel, hier nicht.
- Vereinfachte Steuer. Ohne Kirchensteuer, ohne Sparerpauschbetrag.
Trägst du eine Rendite über 15 Prozent oder eine TER über 2 Prozent ein, warnt das Tool dich, weil solche Werte bei seriösen Index-ETFs selten sind. Ein negatives Szenario darfst du rechnen, das Diagramm zeigt dann den Verlust-Pfad. Die 7 Prozent Standardrendite orientieren sich am langfristigen Durchschnitt breiter Welt-Indizes, sind aber keine Garantie für die Zukunft.
Häufige Fragen
Für wen lohnt sich der Sparplan-Modus?
Für alle, die regelmäßig einen festen Betrag investieren, statt eine große Summe auf einmal. Du trägst deine monatliche Rate ein, optional ein Startkapital, und siehst den voraussichtlichen Endwert samt Kosten und Steuer. Der Modus deckt genau die Frage ab, die hinter Suchanfragen wie "etf sparplan rechner" steht.
Warum zeigt der Rechner die TER in Euro statt in Prozent?
Weil kaum jemand in Basispunkten denkt. 0,20 gegen 0,75 Prozent klingt vernachlässigbar, der Euro-Betrag über Jahrzehnte nicht. Die Umrechnung macht die Kostenwirkung greifbar, ohne dass du selbst nachrechnen musst.
Ist die Steuerschätzung verbindlich?
Nein. Sie ist eine vereinfachte Hochrechnung nach den Regeln des Investmentsteuergesetzes, ohne Kirchensteuer und Sparerpauschbetrag. Für konkrete Entscheidungen frag eine Steuerberatung oder unabhängige Honorarberatung.