Arbeitszeit-Rechner mit ArbZG-Pausen, Überstunden-Split und Wochen-Soll

Trag Start und Ende ein - die Pause nach ArbZG § 4 wird automatisch angesetzt. Mit Überstunden über 8 h und Differenz zum Wochen-Soll.

Ein Arbeitszeit-Rechner zieht von deiner Anwesenheit die Pause ab und sagt dir, wie viele Stunden netto übrig bleiben. Dieser hier kennt zusätzlich das Arbeitszeitgesetz: Die Pflichtpause nach § 4 ArbZG wird automatisch angesetzt, Überstunden über deiner Tagesschwelle erscheinen separat, und die Woche wird mit deinem Soll verglichen.

Tag im Blick

§ 4 ArbZG aktiv
8 h 30 min netto +30 min ÜS

9 h brutto · 30 min Pause

Deine Tage

Pause
8 h 30 min +30 min
brutto 9 h

Woche

Kein Wochen-Soll gesetzt
Summe 8 h 30 min
Überstunden Woche +30 min
30 min Werktag-Mehrarbeit (+50%)
Einstellungen 8 h / Tag
Wochen-Soll
h

0 deaktiviert Soll-Differenz und Wochen-Überstunden.

Tagesschwelle Überstunden
h

§ 3 ArbZG erlaubt bis 10 h pro Werktag nur, wenn der Schnitt über 6 Monate (24 Wochen) bei 8 h werktäglich bleibt - im Mittel 48 h/Woche. Tarif und Vertrag können strenger sein; die Zuschlags-Vorschau (+50 % werktags / +100 % Sonntag) ist ein Beispielwert, nicht gesetzlich.

Wie berechne ich meine Arbeitszeit pro Tag inklusive Pause?

Netto-Arbeitszeit ist Endzeit minus Startzeit minus Pause. Trag oben 08:00 und 17:00 ein, das sind neun Stunden brutto. Davon gehen 30 Minuten Pflichtpause ab, übrig bleiben 8 Stunden 30 Minuten netto. War deine Pause länger oder kürzer, überschreibst du den Auto-Wert im Auswahlfeld der Zeile.

So läuft eine Eingabe ab:

  1. Start- und Endzeit als HH:MM eintragen. Endet die Schicht nach Mitternacht, wird über den Tageswechsel hinweg gerechnet und ein +1 Tag neben der Endzeit markiert.
  2. Pause auf Auto stehen lassen oder einen festen Wert wählen.
  3. Netto, Brutto und Überstunden stehen direkt in der Zeile.

Für eine ganze Woche fügst du pro Tag eine Zeile hinzu; die Summe und die Differenz zum Soll erscheinen darunter. Urlaubs- oder Krankheitstage trägst du als ausgesetzten Tag ein, damit die Wochenrechnung sauber bleibt.

Wie lange ist die gesetzliche Mindestpause nach 6 oder 9 Stunden Arbeit?

Das Arbeitszeitgesetz staffelt die Pause nach der Länge des Arbeitstags: mindestens 30 Minuten bei mehr als sechs bis zu neun Stunden, mindestens 45 Minuten bei mehr als neun Stunden. Wichtig ist das Wort "mehr als" - bei genau sechs Stunden ist noch keine Pause Pflicht, ab der ersten Minute darüber schon.

Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen.

Quelle: § 4 Satz 1 ArbZG, gesetze-im-internet.de (Stand Mai 2026).

Arbeitszeit (brutto)Pflichtpause
bis 6:00 Stundenkeine
mehr als 6 bis 9 Stundenmindestens 30 Minuten
mehr als 9 Stundenmindestens 45 Minuten

Die Pause lässt sich stückeln, jeder Abschnitt muss mindestens 15 Minuten lang sein (§ 4 Satz 2). Länger als sechs Stunden am Stück ohne Pause ist nicht erlaubt, das hält § 4 Satz 3 fest. Trägst du manuell weniger ein, als das Gesetz verlangt, erscheint ein Hinweis an der betroffenen Zeile.

Wann gilt Arbeitszeit als Überstunde?

Überstunden sind die Zeit über deiner vereinbarten Arbeitszeit - und die steht im Arbeits- oder Tarifvertrag, nicht im Gesetz. Standardmäßig rechnet die Vorschau mit acht Stunden pro Tag und allem über deinem Wochen-Soll. Beide Schwellen passt du in den Einstellungen an.

Zwei Begriffe werden oft unterschieden, obwohl das Arbeitszeitgesetz keinen davon definiert: Mehrarbeit meint meist die Zeit über der gesetzlich zulässigen Arbeitszeit, Überstunden die Zeit über deiner vertraglichen. In der Praxis überschneiden sich beide. Einen Zuschlag schreibt das Gesetz ohnehin nicht vor: Ob und wie viel extra gezahlt wird, regeln Vertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarif.

Die Zuschlags-Vorschau rechnet mit 50 Prozent werktags und 100 Prozent sonntags. Das sind Beispielwerte, keine gesetzliche Pflicht - die für dich gültigen Sätze stehen, falls geregelt, in deinem Arbeits- oder Tarifvertrag.

Wie viel Wochenstunden sind in Deutschland erlaubt?

Der einzelne Werktag ist auf acht Stunden begrenzt, darf aber auf bis zu zehn verlängert werden - solange der Durchschnitt über sechs Monate oder 24 Wochen bei acht Stunden werktäglich bleibt. Bei einer Sechs-Tage-Woche ergibt das im Mittel 48 Stunden als zulässige Obergrenze.

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Quelle: § 3 ArbZG, gesetze-im-internet.de (Stand Mai 2026).

Davon zu trennen ist die Sollarbeitszeit: die vertraglich vereinbarte Stundenzahl, bei Vollzeit meist 35 bis 40 pro Woche. Deine erfasste Zeit wird mit diesem Soll verglichen und die Differenz ausgewiesen. Den bindenden Sechs-Monats-Schnitt aus § 3 bildet der Rechner nicht ab; dafür müsstest du mehrere Wochen zusammenziehen.

Stunden pro Tag, Tage pro Jahr, Euro pro Stunde

Wer freiberuflich plant, braucht drei Zahlen: Stunden pro Tag, Arbeitstage pro Jahr und den Stundensatz. Multipliziert ergeben sie den Jahresumsatz. Die erste Zahl liefert dieser Rechner, die beiden anderen zwei weitere Toolflux-Rechner - so wird aus Einzelwerten eine durchgehende Planung. Die Pausen- und Überstunden-Regeln oben schützen Angestellte; für die Selbstständigen-Planung zählt vor allem die reine Stundenzahl.

Ein Beispiel: 8 Stunden netto am Tag und 220 Arbeitstage im Jahr sind 1.760 Stunden. Bei 85 Euro pro Stunde wären das rund 149.600 Euro Jahresumsatz, vor Steuern, Kosten und nicht abrechenbarer Zeit.

Wie viele Arbeitstage dein Jahr hat, rechnet der Arbeitstage-Rechner mit Feiertagen und Urlaub aus. Welcher Stundensatz deine Kosten und dein Zielgehalt deckt, klärt der Stundensatz-Rechner.

Häufige Fragen

Was bedeutet Sollarbeitszeit?

Die Sollarbeitszeit ist die Stundenzahl, die du laut Vertrag pro Woche oder Monat leisten sollst - bei Vollzeit meist zwischen 35 und 40 Stunden. Sie ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Sache des Arbeits- oder Tarifvertrags. Trägst du dein Wochen-Soll oben ein, siehst du, ob du darüber oder darunter liegst.

Was passiert, wenn meine Schicht über Mitternacht geht?

Liegt die Endzeit vor der Startzeit, wird von einer Nachtschicht ausgegangen und über Mitternacht weitergerechnet. Eine Schicht von 22:00 bis 06:00 ergibt also acht Stunden, nicht minus 16. Neben der Endzeit erscheint ein kleiner +1 Tag-Hinweis, damit die Annahme sichtbar bleibt.

Kann ich die automatische Pause überschreiben?

Ja. Im Pausenfeld jeder Zeile stehen feste Werte von 0 bis 120 Minuten, dazu die Auto-Option mit dem gesetzlich passenden Wert. Trägst du weniger ein, als § 4 ArbZG verlangt, erscheint ein Hinweis - blockiert wirst du aber nicht.