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Stundensatz berechnen als Freelancer - Rechner mit Urlaub, Krankheit und Nebenkosten

Stundensatz berechnen mit Zielgehalt, Arbeitstagen, Nebenkosten und Auslastung. DACH-Defaults, läuft im Browser, ohne Anmeldung.

Der notwendige Stundensatz ergibt sich aus Ihrem Zielgehalt, den Arbeitstagen pro Jahr, den Nebenkosten, einem Gewinnaufschlag und Ihrer Auslastungsquote. Ein Zielgehalt von 60.000 € brutto pro Jahr mit 220 Tagen, 75 % Auslastung und 30 % Nebenkosten ergibt rund 59 € pro Stunde; mit zusätzlich 15 % Gewinnaufschlag landen Sie bei etwa 68 €. Wer vorsichtiger mit weniger Auslastung oder mehr Rücklage plant, kommt schnell näher an 85 €. Der Rechner unten arbeitet in beide Richtungen: Zielgehalt vorgeben und Stundensatz erhalten, oder einen Stundensatz eingeben und sehen, welches Zielgehalt er impliziert.

Ansicht

Ihr Ziel

Unternehmerlohn vor Einkommensteuer

Arbeitszeit

Nach Wochenenden, Feiertagen, Urlaub, Krankheit. Richtwert 220 pro Jahr.
Tatsächlich gearbeitet, nicht abgerechnet

Kostenstruktur

Anteil des Zielgehalts: Krankenversicherung, Altersvorsorge, Software, Büro
Anteil von Gehalt + Nebenkosten: Rücklagen, Investitionen, magere Monate

Auslastung

Benötigter Stundensatz 67,95 € /h
Tag 543,64 €
Monat 11.780,60 €
Jahresumsatz 89.700,00 €

21,67 ist die Tarif-Konvention (260 Werktage / 12 Monate). Den Kalender-Wert für Ihr Bundesland berechnet der Arbeitstage-Rechner →

Details

Abrechenbare Stunden/Jahr
1.320 h
Nicht-abrechenbare Stunden/Jahr
440 h
Nebenkosten (absolut)
18.000,00 €
Gewinnaufschlag (absolut)
11.700,00 €
Break-even-Stundensatz (ohne Gewinn)
59,09 €/h

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?

Im Prozentmodus rechnet das Tool: Zielgehalt × (1 + Nebenkostenquote) × (1 + Gewinnaufschlag), dann geteilt durch die abrechenbaren Jahresstunden. Oder umgekehrt: Sie kennen den Stundensatz, den Sie aufrufen oder aufrufen möchten, und lesen das resultierende Jahresgehalt ab. Der Rechner oben unterstützt beide Richtungen.

  1. Zielgehalt festlegen. Das Bruttogehalt, das Sie als Unternehmerlohn vor Steuern erreichen wollen. Die 60.000 € im Rechner sind ein Richtwert, keine Obergrenze.
  2. Nebenkosten aufschlagen. Krankenversicherung, Altersvorsorge, Software, Steuerberater, Büro, Weiterbildung. Als grober Startwert veranschlagen viele Solo-Freelancer zwischen 25 und 40 % des Zielgehalts; die genaue Zahl ergibt sich aus der eigenen Buchhaltung.
  3. Gewinnaufschlag draufpacken. 10 bis 20 % für Rücklagen, Investitionen und magere Monate, multiplikativ auf Zielgehalt + Nebenkosten.
  4. Abrechenbare Stunden bestimmen. Arbeitstage × Stunden pro Tag × Auslastungsquote. 220 × 8 × 75 % ergibt 1.320 abrechenbare Stunden und 440 nicht-abrechenbare.
  5. Teilen. Zielumsatz geteilt durch abrechenbare Stunden ist Ihr Stundensatz.

Der Rechner oben macht dasselbe in Echtzeit. Drehen Sie am Nebenkosten-Regler, und der Stundensatz reagiert sofort. Pro Monat rechnen wir mit einer Planungs-Konvention von 21,67 Arbeitstagen (260 Werktage ÷ 12 Monate; die exakte Kalenderarithmetik liefert 261 Werktage). Ihre Eingabe oben überschreibt diese Annahme jederzeit.

Welche Nebenkosten muss ich in den Stundensatz einrechnen?

Die ehrliche Liste: Krankenversicherung, Altersvorsorge, Steuerberater, Buchhaltungssoftware, Büro oder Coworking, Hardware-Abschreibung, Weiterbildung und Akquise-Nebenkosten wie Website oder LinkedIn Premium. 25 bis 40 % des Zielgehalts ist ein üblicher Startwert für Solo-Freelancer, Agenturen landen deutlich darüber. Die 30 % im Rechner sind der grobe Anker, nicht die Wahrheit für Ihren Einzelfall.

KategorieTypisch pro JahrWas zählt hinein
Versicherung + Vorsorge8.000-15.000 €GKV oder PKV, Berufshaftpflicht, Rürup oder andere private Altersvorsorge
Software + Büro2.000-6.000 €Design-Suite, Buchhaltung, Coworking, IDE-Abos
Steuer + Recht1.500-3.500 €Steuerberater, Rechtsberatung, Datenschutz
Weiterbildung + Akquise1.000-4.000 €Konferenzen, Kurse, Website, LinkedIn Premium

Der Rechner oben lässt Sie zwischen Prozentsatz und festem Eurobetrag pro Jahr wechseln: wer die 18.000 € Nebenkosten konkret aus der Buchhaltung kennt, braucht nicht den Umweg über Prozente. Der Gewinnaufschlag funktioniert genauso.

Wie viele Arbeitstage pro Jahr sollte ich einplanen?

220 Arbeitstage sind ein konservativer Planungswert für Solo-Freelancer mit normalem Urlaub und Krankheitspuffer. Feiertage, Ferienmuster und Ausfallquoten unterscheiden sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich; 220 ist ein belastbarer Startwert, kein einheitlicher DACH-Standard. 365 Tage minus 104 Wochenenden, Feiertage, Urlaub und ein Krankheitspuffer landen ungefähr dort. Höhere Zahlen wirken auf dem Papier verlockend und brechen in der Praxis.

Die 220 zerlegen sich so: 365 Tage minus 104 Wochenenden sind 261 Werktage. Davon gehen gesetzliche Feiertage, 25 Urlaubstage als häufige Planungsannahme und rund 6 Krankheitstage als vorsichtiger eigener Puffer ab. Die offiziellen Krankenstands-Zahlen beziehen sich auf Angestellte und sind für Solo-Selbstständige nur begrenzt übertragbar. Ergebnis: ungefähr 220. Als Selbstständige wählen Sie Ihren Urlaub frei, zahlen jeden arbeitsfreien Tag aber über den Stundensatz selbst ein.

Wer weniger Urlaub nimmt, klettert auf 225 oder 230. Wer Kinder, chronische Krankheit oder Nebenverpflichtungen hat, landet eher bei 200 oder 210. Der Rechner oben macht das Durchprobieren schnell: tauschen Sie die Zahl, und der Stundensatz passt sich an.

Wie hoch ist eine realistische Auslastungsquote bei Freelancern?

Von Ihren 1.760 theoretischen Jahresstunden (220 × 8) sind 60 bis 80 % eine vorsichtige Planungsspanne für die Auslastung. Der Freelancer-Kompass 2026 (freelancermap) nennt im Durchschnitt einen nicht-abrechenbaren Anteil von etwa 12 %, rechnerisch also eine höhere Auslastung; für eine konservative Kalkulation bleiben 60 bis 80 % ein tragfähiger Start. Die restlichen 350 bis 700 Stunden sind nicht-abrechenbare Zeit: Akquise, Angebote, Buchhaltung, Website-Pflege, Kunden-Calls ohne Projektbezug, Weiterbildung. Bei 75 % Auslastungsquote bleiben 1.320 abrechenbare Stunden, bei 60 % nur 1.056.

Die typischen nicht-abrechenbaren Anteile, aufgeschlüsselt für einen Solo-Freelancer mit etwa einem Jahr Erfahrung:

  • Akquise und Angebote: 5-10 %. Erstgespräche, Scoping-Termine, Proposals, Follow-ups.
  • Buchhaltung und Admin: 3-5 %. Rechnungen, Belege, Steuerberater, Mahnwesen.
  • Interne Arbeit: 5-10 %. Website-Pflege, LinkedIn, Portfolio, Tool-Setup.
  • Weiterbildung: 5-10 %. Konferenzen, Kurse, Research, neue Technik.
  • Kunden-Kommunikation ohne Projekt: 2-5 %. Beratungscalls, Check-ins, Feedback.

Höhere Auslastungsquote lässt die Akquise-Pipeline dünner werden, niedrigere frisst am Stundensatz. Die 75 % im Rechner sind die Mitte.

Was ist ein fairer Stundensatz für Selbstständige in Deutschland?

Im DACH-B2B-Markt rufen Einsteiger 45 bis 65 € pro Stunde auf, Mid-Level-Spezialisten 70 bis 100 €, erfahrene Nischen-Experten 100 bis 150 €, Top-Berater und Strategie-Leute 150 € aufwärts. Diese Spannen decken IT, Design, Marketing und Beratung - die gängigen B2B-Freelance-Segmente. Handwerk und Medizin-Beratung bewegen sich komplett anders.

Erfahrung + NischeStundensatz (DACH, B2B)Typische Aufträge
Einsteiger (0-2 Jahre)45-65 €Kleine Projekte, KMU, Agentur-Subunternehmen
Mid-Level (3-6 Jahre)70-100 €Mittelständler, Agentur-Fixprojekte
Spezialisten (6+ Jahre)100-150 €Enterprise, spitze Nische, komplexe Integrationen
Top-Experten150-250+ €Strategie, Keynote-Beratung, Gutachten

Diese Spannen lehnen sich an Marktbeobachtungen wie den freelancermap Freelancer-Kompass 2026 und Gulp/Hays-Marktreports an und decken sich grob mit dem, was Kollegen in den gängigen Plattformen aufrufen. Eine amtliche Statistik ersetzt das nicht. Vergleichen Sie im Zweifel mit drei Kollegen Ihrer Ebene.

Häufige Fragen

Was kostet mich Urlaub und Krankheit im Stundensatz?

Die 220 Arbeitstage im Rechner haben Urlaub und Krankheit bereits einkalkuliert: von 365 Tagen gehen 25 Urlaubs- und etwa 6 Krankheitstage ab, zusätzlich zu Wochenenden und Feiertagen. Wer 30 statt 25 Urlaubstage einplant, muss bei 60.000 € Zielgehalt rund 1,60 € pro Stunde mehr verlangen - fünf zusätzliche freie Tage fehlen in der abrechenbaren Basis. Wer Krankheit und Urlaub nicht einplant und mit 250 Tagen rechnet, produziert später ein reales Finanzloch statt einer Reserve.

Stundensatz brutto oder netto kalkulieren?

Immer brutto. Der Stundensatz, den Sie gegenüber Kunden aufrufen, ist der Preis vor Einkommensteuer und ohne Umsatzsteuer - also Ihre Rechnungs-Nettozeile. Was nach Steuern und Sozialabgaben bei Ihnen ankommt, hängt stark vom Einkommensniveau, der Krankenversicherung und der Altersvorsorge ab; bei niedrigeren Einkommen sind 55 bis 65 % des Umsatzes realistisch, bei hohen Solo-Umsätzen eher 44 bis 55 %. Wer gegen das Netto-Gefühl rechnet ("ich will 3.500 € im Monat haben"), unterschätzt den Stundensatz regelmäßig um 30 bis 40 %. Der Rechner oben arbeitet mit dem Zielgehalt brutto vor Einkommensteuer.

Wie viel bleibt von meinem Stundensatz netto übrig?

Abhängig vom individuellen Profil (Krankenversicherung, Altersvorsorge, Gewerbesteuer ja/nein, Kinderfreibeträge). Beispielrechnung: bei einem Stundensatz von 85 € und 1.320 abrechenbaren Stunden landen Sie bei etwa 112.000 € Jahresumsatz. Nach 30 % bereits kalkulierten Nebenkosten und durchschnittlicher Einkommensteuer kommen grob 55.000 bis 70.000 € netto heraus, je nach Steuerprofil deutlich darunter oder darüber. Der Brutto-Netto-Rechner im Modus 'selbstständig' zeigt die Aufschlüsselung nach Einkommensteuer und Sozialabgaben separat.

Bin ich wirklich selbstständig oder scheinselbständig?

Ein Single-Customer-Verhältnis mit festen Arbeitszeiten, Weisungsbindung und ohne eigene Marktpräsenz zeigt Risiko-Indizien, die bei einer DRV-Statusprüfung in Richtung "abhängige Beschäftigung" wirken. Die DRV entscheidet anhand des Gesamtbilds aus Vertrag und Praxis. Die Folgen treffen primär den Auftraggeber: Sozialversicherungsbeiträge können mehrere Jahre rückwirkend nachgefordert werden, bei vorsätzlich nicht gezahlten Beiträgen auch deutlich länger. Der Erwerbsstatus-Rechner prüft Ihr Profil anhand der DRV-Kriterien und zeigt konkret, welche Vertragsklauseln das Bild verschieben.